Am 10. Mai 2026 wurde der städtische Gisela-Tag in der Säulenhalle der Basilika zu Gran gefeiert, organisiert von der Graner Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung.
Die Vorsitzende Dr. Márta Juhász begrüßte die Anwesenden, darunter Éva Waldmanné Baudentisztl, die Präsidentin der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung im Komitat Komorn-Gran, Renáta Harasta, Leiterin des Ungarndeutschen Regionalbüros Totiser Kolonie, Balázs Steindl, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Gran, Eleonóra Kotán-Wieszt, Sekretariatsleiterin des Bürgermeisterkabinetts von Gran, Dr. Mária Mirk, Vorsitzende der Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung in Sankt Iwan bei Ofen, sowie die Leiter des Kindergartens Goldberg und des Prímási Schulzentrums.


In ihrer Gedenkrede hob Dr. Márta Juhász die wichtige Rolle unserer ersten Königin bei der Gründung des ungarischen christlichen Staates hervor und würdigte den aufopferungsvollen Einsatz der heutigen Pädagogen bei der Pflege der ungarndeutschen Traditionen, deren Weitergabe an die nächsten Generationen und der Bewahrung der ethnischen Identität. Sie verwies auf die Bedeutung der Werte, die die Deutschen in unser Land gebracht haben: den Glauben, die Familie sowie die Liebe zur Arbeit. Sie erwähnte auch, dass die Schüler des Primási-Schulzentrums im April in Passau das Grab von Königin Gisela besucht und einen Kranz niedergelegt haben.
Die Feier begann mit der deutschsprachigen Aufführung des Kindergartens Goldberg mit Liedern und Tänzen. Dann trug Lilien Nagy, Schülerin des Prímási Schulzentrums ihre Landesfinale Gedichte vor. Anschließend weckten ihre Mitschüler mit einem Tanz aus Bayern und mit einer Polka die gute Laune.

Um 15 Uhr zelebrierte Dr. Csaba Török, Pfarrer der Basilika zu Gran, eine deutschsprachige Heilige Messe in der Kathedrale. wobei er das engagierte Wirken unserer seliggesprochenen ersten Königin Gisela bei der Errichtung des christlichen Staates hervorhob, obwohl dies für sie tragische Folgen hatte. Das Programm endete mit einem Agape-Empfang, der mit einem Gespräch verbunden war.

Der Gedenktag von Königin Gizella ist für die deutsche Minderheit in Esztergom zu einer besonders wichtigen Tradition geworden, da Gizella die erste Brücke zwischen der deutschen und der ungarischen Bevölkerung schlug. Ihr Andenken lebt auch heute noch unter uns weiter und sie ist für alle ein Vorbild an Güte, Glaubensfestigkeit und Menschlichkeit.
Text: Judit Szendy

